Edelstein Glossar

idiochromatisch

eigengefärbt, von griech. idio = eigen, selbst, und chroma = farbe
edelsteine, deren farbgebende elemente teile der chemischen formel sind; beispiele: malachit (CuCO3) und dioptas (H2CuSiO4) sind durch kupfer grün gefärbt, rhodonit (MnSiO3) ist durch mangan rosa gefärbt.
gegenteil von allochromatisch

imitation

natürliches oder künstliches material, das edelsteine imitiert z.b. glas oder kunststoff. imitationen haben im unterschied zu synthesen nicht die gleichen eigenschaften wie ihre natürlichen steinvorbilder

indigolith

handelsname für blauen turmalin; zumeist, aber nicht immer vom typus elbait

indigolithindigolithindigolith

isomorphe ersetzung

vom griechischen ἴσος ísos gleich und μορφή morphé Form, Gestalt

von isomorpher ersetzung oder einer isomorphem mischkristallreihe spricht man, wenn ein element eines minerals durch andere elemente von ähnlicher chemischer natur und gleichem oder sehr ähnlichen ionenradius ersetzt werden können, ohne gravierende änderung der kristallstruktur.

die unterschiedliche chemische zusammensetzung der einzelnen spezies einer isomorphen mischkriostallreihe bewirken zumeist starke schwankungen von physikalischen eigenschaften wie z.b. dichte und brechungsindex. 

statt einer feststehenden chemischen formel wir eine strukturformel angegeben.
beispiele für isomorphe mischkristallreihen sind die granat-, turmalin, u. peridotgruppen.

die strukturformel der granatgruppe lautet A3B2[CO4]3, wobei A, B und C definierte Plätze im Kristallgitter beschreiben, die durch folgende Elemente eingenommen werden können:
Aluminium, Calcium, Chrom, Eisen, Magnesium, Mangan, Sauerstoff, Silizium, Titan, Vanadium, Mangan und diverse Spurenelemente.

isotrop

einfachbrechend, gegenteil von anisotrop