Aventurin Quarz

Quarzvarietät mit zahlreichen Einschlüssen von Fuchsit, einem durch Chrom grün gefärbten Muskovit (Tonerdeglimmer), Hämatit (rot, rotbraun) oder Krokydolith (Hornblendeasbest, blau).

Das durch die vielen Einschlüsse erzeugte Glitzern wird als Aventureszenz bezeichnet.

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Namensherkunft: In Murano bei Venedig wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts zufällig (italienisch: a ventura) und auf geheim gehaltene Weise ein rotgolden schimmerndes, undurchsichtiges Glas, der sogenannte Goldfluss, erzeugt, nach dem die später gefundene, ähnlich aussehende rote Quarz-Varietät benannt wurde.

Synonyme und Handelsnamen: oft wird das Material nur als Aventurin bezeichnet. Da es jedoch einen dem roten Aventurin Quarz sehr ähnlichen Aventurin Feldspat gibt, ist dies irreführend. Die korrekte Bezeichnung führt daher neben Aventurin auch den Mineralnamen an, also Aventurin Quarz, Aventurin-Quarz oder Aventurinquarz.

Die grüne Varietät wird in Indien sehr oft irreführend als "Indian Jade" angeboten.

Verwechslungsmöglichkeiten: die grüne Varietät kann mit Jade (Nephrit und Jadeit) verwechselt werden, die rote mit dem sehr ähnlichen Aventurin Feldspat und dem nach wie vor weit verbreiteten Goldfluss (Glas mit Kupfereinschlüssen).

Durch Verwendung farbigen Glases entstehen der sogenannte Blaufluss und, seltener, der Grünfluss.

All diese Gläser haben ein sehr typisches Aussehen und sind, wenn man sie einmal gesehen hat, kaum mit den Originalen zu verwechseln.

Vorkommen: die kommerziell wichtigsten Fundstellen liegen in Indien. Weitere Lagerstätten befinden sich in Russland, Südafrika und den USA. Auch in Deutschland (Schwarzwald und Erzgebigre) und Österreich (Mariazell) gibt es kleine Vorkommen.

 
Verarbeitung: wie alle Quarze wird Aventurin Quarz nur von Flusssäure angegriffen. Etwas hitzeempfindlich aufgrund der Einschlüsse.

Wissenswertes: Der Herstellungsprozess für Goldfluss wurde im Venedig des 17. Jahrhunderts von der Familie Miotto entdeckt, der vom Dogen von Venedig das exklusive Recht zur Herstellung verliehen wurde. Andere, nicht belegte Überlieferungen sprechen die Entdeckung einem nicht näher bezeichneten italienischen Mönchsorden zu.

Über lange Zeit lag das Zentrum der Herstellung auf Murano bei Venedig, jedoch wurde der Herstellungsprozess nach der Wiederentdeckung durch Max von Pettenkofer in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch von bayrischen und böhmischen Glashütten nachvollzogen.

Grünes Aventuringlas wurde erstmals 1865 von dem französischen Chemiker Théophile-Jules Pelouze hergestellt und seitdem in steigenden Mengen in französischen Fabriken zu Bijouteriewaren verarbeitet. In dieser Form ist das Kupfer durch Chrom ersetzt.
Quelle: Wikipedia

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Gemmologische Eigenschaften von Aventurin Quarz

Formel:
SiO2
Kristallsystem:
trigonal
Mohshärte:
7 (Referenzstein)
Dichte:
2,65
Brechungsindex:
doppelbrechend 1.543-1.554
Max. Doppelbrechung:
0,009
Dispersion:
0,013
Pleochroismus:
keiner
Luminiszenz:
inert
Glanz:
gläsern
Spaltbarkeit:
keine
Bruch:
muschelig
Farbe:
grün, braunrot, goldrot, blau