Ethisch korrekte Edelsteine

Wir sind nunmehr bereits seit über dreißig Jahren im internationalen Farbsteinhandel tätig und in dieser Zeit hat sich vieles zum Besseren gewendet.

Der Bedarf an Farbedelsteinen ist deutlich gestiegen und damit erfeulicherweise auch die Nachfrage nach ethisch korrekt produzierten und gehandelten Steinen.

Als wir in den 1980er Jahren unsere Makler und Zwischenhändler in verschiedenen Ländern Asiens und Afrikas baten, mit uns die Schleifwerkstätten einiger Lieferanten abzuklappern, weil wir uns selbst ein Bild von den Arbeitsbedingungen machen wollten, stießen wir auf blankes Unverständnis.

Heute steht das Thema im Brennpunkt und wird in allen Fachzeitschriften und auf ungezählten Konferenzen diskutiert. Internationale Organisationen wie die ICA (International Colored Gemstone Association) erarbeiten in Zusammenarbeit mit dem United Nations Interregional Crime and Justice Research Institute (UNICRI,  Forschungsinstitut für interregionale Kriminalität und Justiz der Vereinten Nationen) Richtlinien, um Transparenz, Arbeitsbedingungen, Nachhaltigkeit u.a. zu verbessern.

Immer mehr Firmen, von den Minenbetreibern, über Rohmaterialhändler, Schleifereien und Zwischenhändler bis zum Goldschmied und Juwelier, bemühen sich um ethische Korrektheit und Nachhaltigkeit.

Dies ist kein leichtes Unterfangen! Geschätzte 75-80% aller weltweit geförderten Edelsteine stammen aus Klein- und Kleinstbetrieben und auf dem Weg von der Mine zum Goldschmied gehen die Steine durch viele Hände. Dementsprechend schwierig ist es, hier für mehr Transparenz und Fairness zu sorgen. Dennoch sind große Fortschritte zu verzeichnen. So verpflichtet z.B. die oben erwähnte ICA ihre Mitglieder zu Einhaltung eines strikten Ethikcodes und Verbände wie das Responsible Jewellery Council zählen bereits weit mehr als 1000 Mitglieder.

Erfreulich ist auch, dass die wenigen wirklich großen Minenbetreiber hier an vorderster Front kämpfen und vorbildlich agieren. Bergbauriesen wie z.B. Gemfields und Fura, die in Afrika, Lateinamerika und Asien Edelsteine in großem Stil abbauen, geben Millionen aus für die Errichtung von Schulen, Ausbildungszentren, Krankenhäusern und die Verbesserung der Infrastruktur vor Ort. Sie bauen Straßen und Brücken, investieren in Stromversorgung und Telekommunikation, gründen und unterstützen landwirtschaftliche Initiativen und Umweltschutzprojekte, vergeben  Universitätsstipendien und beschäftigen bis zu 95% einheimische Arbeitskräfte.

Erklärung

Das Wiener Edelstein Zentrum bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen um die Einhaltung hoher ethischer Standards.

Wir kaufen Rubine und Smaragde ausschließlich von Schleifereien, die ihr Rohmaterial von verantwortungsbewussten Minenbetreibern beziehen.

Alle anderen Steine kaufen wir direkt von Produzenten oder von Maklern und Zwischenhändlern vor Ort, mit denen wir seit vielen Jahren (in einigen Fällen Jahrzehnten) zusammenarbeiten und die sich unser Vertrauen erworben haben.

Wir zahlen faire Preise und wir kaufen niemals aus unbekannten Quellen oder von zweifelhaften Anbietern!