Kassiterit

Häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Oxide und Hydroxide.

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Kassiterit aus China

Kassiterit im Shop

Namensherkunft: vom griechischen κασσίτερος kassiteros für Zinn

Synonyme und Handelsnamen: Von Bergleuten wurden die häufig entstehenden, kurzprismatischen und knieförmig verwinkelten Kristallzwillinge oder -viellinge als Visiergraupen bezeichnet. Aggregate in nieriger, glaskopfartiger Ausbildung erhielten die Bezeichnung Holzzinn. (Wikipedia)
Andere Handelsnamen sind Zinnstein, Zinnspat oder Nadelzinnerz

Verwechslungsmöglichkeiten: aufgrund des extrem hohen spezifischen Gewichts kann Kassiterit nur mit anderen sehr dichten Mineralien verwechselt werden, wie z.B. Scheelit, Cerussit, Stibiotantalit und Zirkon

Vorkommen: die historisch bedeutsamsten Vorkommen lagen in Cornwall. Heute wird Kassiterit vor allem in Bolivien, Peru, China, Indonesien und Malaysia abgebaut. Von gemmologischem Interesse, weil dort schleifwürdiges Material gefunden wird, sind vor allem die Vorkommen in Bolivien und China, aber auch in Namibia, Russland, Myanmar, Sri Lanka und den USA wurde bereits facettierbarer Kassiterit gefunden.

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Kassiterit Baguette 3.89cts, China

Verarbeitung: sehr säure- und hitzeempfindlich

Wissenswertes: Kassiterit war und ist das weltweit wichtigste Zinnerz. Der Abbau erfolgt mindestens seit Beginn der Bronzezeit vor ca. 4500 Jahren.

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Gemmologische Eigenschaften von Kassiterit

Formel:
SnO2
Kristallsystem:
tetragonal
Mohshärte:
6 - 7
Dichte:
6.86 - 7.03
Brechungsindex:
1.990 - 2.105
Max. Doppelbrechung:
0.103
Dispersion:
0.071
Pleochroismus:
sehr unterschiedlich, stark bis abwesend, gelbgrün, braun, rotbraun
Luminiszenz:
inert bis schwach
Glanz:
Diamantglanz
Spaltbarkeit:
unvollkommen
Bruch:
kleinmuschelig bis uneben
Farbe:
braun bis schwarz, rot, rotbraun, gelblich, grau, sehr selten farblos