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Indien - 1. Quartal 2007


Die Entwicklung des indischen Edelsteinmarktes während des ersten Quartals 2007 verlief eher unerquicklich. Der indische Handel verzeichnete einen deutlichen Rückgang der Edelsteinexporte im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres.

Auch der prognostizierte sprunghafte Anstieg des Absatzes auf dem indischen Binnenmarkt läßt auf sich warten. Zwar hat das rasche Anwachsen des Mittelstands die einheimische Nachfrage etwas gesteigert, dies freut aber hauptsächlich die Diamant- u. die Goldhändler. Der größte Teil der in Indien gehandelten Farbsteine wird nach wie vor in die USA, nach Europa und nach Japan exportiert.

Farbedelsteine spielen in Indien nach wie vor keine allzu große Rolle und das obwohl ayurvedische Ärzte wie auch Astrologen seit Jahrtausenden Edelsteine „verschreiben“. Die dabei mit Abstand am häufigsten verwendeten Steine sind Gelbsaphir und Koralle.

Unsere indischen Partner melden aber auch deutlich gestiegene Nachfrage und Preise bei Aquamarin, Rhodolith Granat sowie feinem Turmalin. Bei grünen Turmalinen ist das Angebot an hochwertigen Rohsteinen derzeit allerdings äußerst gering. So ist die kuriose Situation eingetreten, dass kleine, kalibrierte Ware bis zu 40% (!) über den ansonsten deutlich teureren rosa Turmalinen gleicher Größe gehandelt wird.

Deutlich gefallen ist angeblich die Nachfrage nach Citrin, was sich früher oder später in fallenden Preisen niederschlagen könnte.

Bereits um fast 50% gefallen sind die Preise für Fluorit, einem Stein, der allerdings aufgrund seiner geringen Härte und der perfekten Spaltbarkeit nach gleich drei Richtungen in der Juwelenbranche nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt.

Die Preisentwicklung aller anderen Edelsteine verläuft derzeit eher seitwärts.